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AirDeck – Radio-Automation & Live-Broadcast

Eigenständige Sendesoftware für Webradio: Automation rund um die Uhr, Live-Sendungen, Sendeplan, Recorder, laut.fm-Verwaltung und optional KI-Moderation. AirDeck läuft lokal als Windows-Programm, als Server oder gesteuert per Android-App.

So hängt alles zusammen

  1. Kern (AirDeck-Server/Windows-Programm): Bibliothek, Queue, Sendeuhr und Sendeplan liegen hier. Der Kern mischt das Programm selbst (ffmpeg) und schickt es an die Ausgänge. Das läuft auch, wenn kein Studio-Fenster offen ist.
  2. Quellen mit Priorität: Automation, Live-Studio, Remote-Studio und Android-Live senden auf denselben Sendeweg. Die Quelle mit der kleinsten Prioritätszahl hat Vorrang, zum Beispiel übernimmt Live (1) die Automation (10). Endet die Live-Sendung, springt die Automation automatisch wieder ein.
  3. Ausgänge (Encoder): Icecast, SHOUTcast oder laut.fm bekommen immer nur die aktive Quelle.
  4. Studio: Die Oberfläche steuert den Kern. Sie läuft im Windows-Fenster, im Browser oder in der Android-App.

Installation

Windows

  • Installer AirDeck-Setup.exe: installiert pro Benutzer ohne Adminrechte, legt Startmenü- und Desktop-Verknüpfung an und fragt nach dem Datenspeicher (nur lokal, MySQL/MariaDB oder Firebase).
  • Portable AirDeck-Windows-Portable.zip: entpacken, AirDeck.exe starten, fertig.
  • ffmpeg ist enthalten (Encoder für MP3/LAME, AAC, Opus, Monitor-Wiedergabe). Ein eigener Server ist nicht nötig.
  • Beim ersten Start warnt SmartScreen eventuell, weil die Datei nicht signiert ist: „Weitere Informationen“ → „Trotzdem ausführen“.
  • Hintergrundbetrieb: AirDeck läuft ohne Konsolenfenster. Das Symbol im Infobereich (neben der Uhr) bietet Studio öffnen, Protokoll anzeigen und AirDeck beenden.

Docker

docker compose up -d startet AirDeck als Server mit ffmpeg. Das Admin-Token steht im Log (docker compose logs airdeck).

Server (Linux, 24/7)

Node.js ab 22.18 und ffmpeg installieren, dann npm start. Mit --headless startet AirDeck ohne Fenster. Das Admin-Token erzeugt --new-admin-token.

Android

Siehe Android-App. Die APK lässt sich direkt aus AirDeck laden.

Erste Schritte (10 Minuten)

  1. Sender einrichten: „Sender & Branding“ → Name, Slogan, Farben, eigenes Logo.
  2. Musik laden: Dateien oder ganze Ordner in die Bibliothek ziehen. Laufzeit und ID3-Tags werden automatisch gelesen.
  3. Ausgang anlegen: „Stream & Encoder“ → +. Wähle Icecast, SHOUTcast oder laut.fm. Für laut.fm musst du vorher verbinden, siehe laut.fm.
  4. Automation starten: In der Kachel „Server-Automation 24/7“ auf Start klicken oder oben auf AUTO. Die Sendeuhr füllt die Queue, der Kern sendet.
  5. Mithören: Kopfhörer-Knopf oben rechts. Unter „Audio & Geräte“ legst du fest, auf welchem Gerät du mithörst.
„Autostart“ ist nach dem ersten Start aktiv. Nach einem Neustart des PCs sendet AirDeck von selbst weiter.

Oberfläche & Fenster

Die Seitenleiste ist in Studio, Programm und Einstellungen gegliedert. Oben siehst du den Sender (Auswahl per Dropdown), den ON-AIR-Status mit aktiver Quelle, AUTO/STREAM/MIC LIVE und Mithören.

Fenster frei anordnen (ab 1100 px Breite)

  • Verschieben: an der Titelleiste eines Fensters ziehen und auf ein anderes Fenster fallen lassen. Das gezogene Fenster rückt davor ein.
  • Größe ändern: die Ecke unten rechts ziehen. Die Größe rastet im 12-Spalten-Raster ein.
  • Abdocken: Mit dem Raster-Symbol in der Titelleiste schwebt das Fenster frei, zum Beispiel über einem zweiten Bildschirmbereich. Ein zweiter Klick dockt es wieder an.
  • Ausblenden: × in der Titelleiste. Unter „Fenster & Layout“ blendest du es wieder ein, sperrst das Layout oder setzt es zurück.

Das Layout wird pro Gerät gespeichert. Auf dem Handy gilt automatisch das mobile Layout.

Bibliothek & Ordner

  • Hochladen: + Titel, + Ordner (übernimmt die Ordnerstruktur) oder Dateien aus dem Explorer irgendwo ins Fenster ziehen. Formate: MP3, OGG/Opus, WAV, FLAC, M4A/AAC, WebM.
  • Kategorie beim Upload: nach der Auswahl im Kategorie-Filter, zum Beispiel Musik, Jingle, Station ID, Werbung, News oder Bett.
  • URL/Stream: Externe Streams oder Dateien per Adresse einbinden, optional mit Dauer.
  • Bearbeiten (✎): Titel, Interpret, Kategorie, Ordner, Cue-In/Out, Segue (Überblendpunkt), Intro, BPM, Gain.
  • In die Queue: Doppelklick, + oder ziehen. Auch aufs Deck oder auf ein Cart ziehen.

Betriebsart, Decks A–D & Vorhören

Manuell oder 24/7 AutoDJ

  • Manuell: Du bist selbst live. Decks, Mikrofon und Cartwall bedienst du von Hand, nichts startet von selbst. Wird es still, meldet AirDeck das, springt aber nicht selbst ein.
  • 24/7 AutoDJ: AirDeck spielt Queue, Sendeuhr und Sendeplan mit Überblendung, rund um die Uhr und auch ohne geöffnetes Fenster. Bei Stille springt der Notfall-Ordner ein.
  • Wechsel zu Manuell: Der laufende Titel spielt zu Ende. Eine Live-Quelle (Studio, App, Relay) hat immer Vorrang, danach gilt wieder die gewählte Betriebsart.

Decks

Die Decks laufen in der AirDeck-Engine, das Studio ist die Fernbedienung. Was du siehst, ist genau das, was gesendet wird, auch auf jedem anderen verbundenen Gerät. A und B sind die Hauptdecks, der AutoDJ nutzt ein freies davon. C und D laufen parallel, etwa für Jingles oder Musikbetten.

  • Titel ins Deck ziehen oder mit ⏭ den nächsten aus der Queue laden. ▶ startet, ⏸ hält an (die Position bleibt), ⏹ stoppt und springt an den Anfang, ⏏ wirft aus. Ein Klick auf den Fortschrittsbalken springt an diese Stelle.
  • In ein laufendes Deck lässt sich nichts laden, erst stoppen.
  • Die Pegelanzeige zeigt nur, was das Deck gerade wirklich spielt. Steht es, zeigt sie nichts.
  • CUE hört den Titel vor, ohne dass er auf Sendung geht. Das Ausgabegerät für CUE wählst du unter Audio & Geräte.

Queue, Sendeuhr & Rotation

  • Die Queue zeigt Startzeiten (Backtiming). Einträge lassen sich per Ziehen sortieren. „Uhr“ markiert Einträge der Sendeuhr, „ai“ Einträge der KI.
  • Sendeuhr: Ist die Option aktiv, füllt AirDeck die Queue nach der Stundenuhr, zum Beispiel Station ID → Musik → Musik → Jingle.
  • Aus Ordner … füllt gezielt aus einem Ordner oder einer Kategorie. Mischen mischt die Queue, M3U exportiert sie.
  • Rotation: Gleicher Interpret bzw. Titel erst nach einem Mindestabstand. Die Regeln werden gelockert, bevor die Automation stehen bleibt.
  • 🎙 Voicetrack: Moderationslink zwischen zwei Titeln aufnehmen. Klick auf 🎙 an einem Queue-Eintrag zeigt, zwischen welchen zwei Titeln aufgenommen wird, dann „⏺ Aufnehmen“ → „⏹ Stopp“ → anhören → „In die Queue einfügen“. Die Aufnahme landet als eigener Titel (Kategorie „Voice Track“) genau an dieser Stelle in der Queue und wird von der Automation wie jeder andere Titel abgespielt.

Cardwall & Schnelltrigger

12 Carts mit Gruppen (Jingles, Sweeper, IDs, Drops, News, Werbung …). Titel aufs Cart ziehen, ⋯ zum Bearbeiten. Ein Klick feuert das Cart: Im Server-Betrieb geht es über den Kern auf Sendung, sonst über den Browser. Mit Ducking wird die Musik währenddessen leiser. Die Schnelltrigger spielen sofort einen passenden Titel der Kategorie, zum Beispiel News oder Werbung.

Live senden & Quellen

Mikrofon am AirDeck-PC

Unter „Audio & Geräte“ Mikrofon oder Line-In wählen, dann in der Server-Automation auf Mic. Die Stimme wird über die laufende Musik gemischt, die Musik wird abgesenkt.

Einrichtung (Assistent)

Beim ersten Start führt ein Assistent durch Betriebsart, Datenbank, Speicher (auch vorhandene Musikordner einbinden – die Dateien bleiben, wo sie sind), Admin-Konto, Netzwerk, Sender, Stream, Audio, Automation und KI. Jeder Schritt lässt sich überspringen; erneut aufrufen über „Einrichtung (Assistent)“ im Menü. Änderungen an Betriebsart, Datenbank, Netzwerk oder Medienordner gelten nach einem Neustart, den der Assistent auf Wunsch selbst auslöst.

MIC LIVE (Browser/App)

Oben auf MIC LIVE klicken. Das Studio sendet dein Mikrofon als Live-Quelle. Nach der Prioritätsregel übernimmt es die Automation (2 s Anti-Flapping). Beim Beenden kehrt die Automation zurück. Das Mikrofon läuft durch denselben Mixer wie die Musik: Der Stream bleibt MP3 (bzw. das eingestellte Format), die Hörer bleiben verbunden. Läuft die Automation gerade nicht, startet AirDeck den Sendebus für die Live-Sendung automatisch.

Betriebsarten

Der Knopf neben ON AIR zeigt die Betriebsart und schaltet per Klick zwischen AUTO und MANUELL.

  • AUTO: Die Automation spielt Queue, Sendeuhr und Sendeplan.
  • MANUELL: Die Automation pausiert. Titel startest du in der Bibliothek mit ▶ Jetzt senden, Jingles über die Cartwall. Die Queue bleibt, wie sie ist.
  • LIVE (automatisch): Eine Live-Quelle ist auf Sendung. Die Automation pausiert und verbraucht keine Titel. Titelanzeige: „Live: <Quelle>“.
  • NOTFALL (automatisch): Es gibt nichts Reguläres mehr zu spielen, der Notfall-Ordner läuft.

Stille auf der Live-Quelle: AirDeck fällt auf die Automation zurück. Die Live-Quelle muss sich danach neu verbinden.

Externe Live-Quellen (z. B. BUTT, Mixxx, OBS)

In „Quellen · Priorität“ ein Passwort für die Quelle setzen und im Programm eintragen: Server = AirDeck-Adresse, Mount /ingest/<sender>/live, Benutzer = Quellen-ID bzw. source. Icecast-kompatibel (PUT/SOURCE).

Die kleinere Zahl gewinnt: Live-Studio 1, Remote 2, Android 3, Automation 10. „Freigeben“ gibt eine Übernahme wieder ab.

Audio & Geräte

  • Sendesignal mithören auf: Lautsprecher oder Kopfhörer für den Kopfhörer-Knopf.
  • Vorhören (CUE/PFL) auf: ein anderes Gerät, zum Beispiel USB-Kopfhörer.
  • Beim Start automatisch mithören: Mithören startet mit dem Programm und verbindet sich nach Quellenwechseln neu.
  • Mikrofon / Line-In am AirDeck-PC: Eingang für die Server-Automation.
Gerätenamen erscheinen erst, wenn du einmal den Mikrofonzugriff erlaubst.

Nextcloud-Medien

  1. In der Nextcloud unter Einstellungen → Sicherheit ein App-Passwort erstellen.
  2. AirDeck → Nextcloud-Medien → Verbinden: Adresse, Benutzer und App-Passwort eintragen, optional einen Startordner wie /Radio. Nur dieser Ordner ist sichtbar.
  3. Ordner antippen zum Öffnen. Dateien oder ganze Ordner anhaken, Kategorie wählen und „In die Bibliothek übernehmen“. Unterordner (bis 4 Ebenen, max. 500 Dateien) werden als Bibliotheks-Ordner übernommen.

Bereits übernommene Dateien werden nicht doppelt geladen. Im Recorder lädt ☁ einen Mitschnitt in den Ordner AirDeck-Mitschnitte der Nextcloud. Das App-Passwort liegt verschlüsselt auf dem AirDeck.

Server-Automation 24/7

  • Start/Weiter/Stop: Der Kern spielt Queue → Sendeuhr → Sendeplan und als letzte Reserve den Notfall-Ordner.
  • Einstellungen (⋯): Format MP3 (LAME), AAC oder Opus, Bitrate, Crossfade, Ein-/Ausblenden, Stilleerkennung, Monitor-Wiedergabe, Notfall-Ordner, Autostart.
  • Sound-Processing: 10-Band-EQ, Kompressor und Limiter in der Encoder-Kette.
  • Stille: Bei zu langer Stille gilt die Quelle als gestört. Die nächste Quelle übernimmt, ein Alarm geht an die Benachrichtigungen.

Sendeplan & Events

  • Programmpläne: Zeitfenster (Wochentage + Uhrzeit) → Playlist, gemischt oder der Reihe nach.
  • Events: Minütlich, stündlich oder an Tagen, zum Beispiel News zur vollen Stunde oder Werbung um :30.
  • Einzel-Jobs: einmalige oder wiederholte Aktionen.
  • Aufnahmepläne: Sendungen automatisch mitschneiden.

Recorder

Nimmt das Sendesignal auf, per Klick oder per Plan. Die Mitschnitte kannst du anhören, herunterladen und löschen, zum Beispiel für Replays und Podcasts.

Hörer-Interaktion

Unter „Hörer“ schaltest du pro Sender ein, was Hörer dürfen. Standardmäßig ist alles aus.

  • Musikwunsch: Hörer suchen in deiner Musikbibliothek und wünschen sich einen Titel. Mit „In die Queue“ kommt er ins Programm.
  • Grüße & Nachrichten: kurze Texte für die Moderation (Wunschbox).
  • Song-Voting: Daumen hoch oder runter. Daraus entstehen die Hörer-Charts.
  • Sprachnachricht: bis zu 2 Minuten direkt im Browser aufgenommen. „In Bibliothek + Queue“ legt sie als Sprachbeitrag im Ordner „Hörer“ ab.

Die Hörerseite erreichst du über den Link im Bereich „Hörer“. Mit „Einbetten“ bekommst du einen Code für deine Webseite. Zum Schutz vor Missbrauch gibt es feste Grenzen je Absender, zum Beispiel 3 Wünsche in 10 Minuten und 1 Stimme je Titel in 12 Stunden. IP-Adressen werden nicht gespeichert.

Stream & Encoder

TypHinweise
IcecastHTTP PUT, Mount, Benutzer source. Optional ?prio= (z. B. laut.fm).
SHOUTcast v1/v2Nur MP3/AAC. v2 mit Stream-ID.
laut.fmServer, Mount und Passwort holt AirDeck aus dem Radioadmin (Ausgang anlegen → Typ „laut.fm“).

Hörerzahlen werden alle 30 s vom Server gelesen. Status, Fehler und Durchsatz stehen in der Kachel.

laut.fm

Verbinden

  1. Mit laut.fm anmelden: laut.fm → „Mit laut.fm anmelden“. Du meldest dich bei laut.fm an und landest automatisch wieder in AirDeck. Die Station wird selbst gewählt (bei mehreren fragt AirDeck nach).
  2. Oder Token einfügen: „Token einfügen …“ und ein vorhandenes Token eintragen. Auch „Bearer …“ oder Anführungszeichen stören nicht.
laut.fm akzeptiert ein Token nur zusammen mit dem Origin, für den es ausgestellt wurde. AirDeck findet ihn selbst heraus: Adresse des Studios, airdeck, anmacha_dashboard oder ein von dir angegebener Name aus „callback_url=…“. Lehnt laut.fm später ab, prüft AirDeck die Verbindung einmal neu, bevor es eine Fehlermeldung zeigt. Deine Tokens siehst du unter radioadmin.laut.fm/tokens.

Bereiche

  • Übersicht: Station, Streaming-Status, aktuelle Playlist, Hörer, Radioadmin-Status, zuletzt gespielt, nächste Interpreten.
  • Playlists: anlegen, bearbeiten, Titel hinzufügen/entfernen, Algorithmus zuweisen.
  • Titel: suchen, vorhören, MP3 hochladen, Uploads in Verarbeitung, Tags (#) bearbeiten.
  • Algorithmen: 16 Vorlagen (z. B. Gewichteter Zufall, Artist-Trenner, Tageszeit-Mix, Rotation A/B/C) oder eigene Funktion. laut.fm führt sie beim Mischen der Playlist aus.
  • Sendeplan: Wochenraster Stunde × Tag → Playlist.
  • Statistik und Werbe-Log: Werbe-Trigger aus den Track-Statistiken (inkl. Live), als CSV für Werbekunden.
  • Benutzer, Station, Live (Zugangsdaten, Live-Ausgang anlegen).

KI-Automation

  1. Anbieter & Keys: Text (OpenAI, Anthropic, Gemini oder lokal über Ollama/LM Studio) und Sprache (OpenAI TTS, ElevenLabs, Kokoro, Piper offline). Keys werden verschlüsselt gespeichert.
  2. Director → Einstellungen: Modell und Fallback, Stimme, Persona und Stil, Moderation alle n Titel, Nachrichten zur vollen Stunde, Quellen (RSS/JSON, z. B. Open-Meteo für Wetter), KI-Musikplanung.
  3. Optional Freigabe: Moderationen erst prüfen (▶ Anhören → Freigeben/Verwerfen).

Nachrichten und Wetter kommen nur aus deinen Quellen. Scheitert die KI, läuft die Sendeuhr weiter. Unter Kosten & Budget trägst du Preise ein und setzt Monatsgrenzen. Die Werkzeuge schreiben Spots und Station-IDs und vertonen sie direkt in die Bibliothek.

Mehrere Sender & Branding

Oben im Sender-Dropdown „+ Neuen Sender anlegen“. Jeder Sender hat eigene Bibliothek, Queue, Quellen, Ausgänge, Sendeplan und laut.fm-Verbindung. Unter „Sender & Branding“ stellst du Name, Slogan, Farben und Logo ein (PNG/JPG/WebP/GIF, max. 2 MB). Dort kannst du den Sender auch löschen, nur mit Bestätigung durch den Namen.

Datenspeicher & Sync

Standard ist lokal. Optional gleicht AirDeck mit MySQL/MariaDB oder Firebase Firestore ab, etwa für mehrere Standorte. Beim ersten Verbinden wählst du, ob der Stand aus der Datenbank übernommen oder dieser PC als Quelle genutzt wird. Bei Konflikten gewinnt der lokale Stand. Der entfernte Stand wird gesichert.

Benachrichtigungen

Signierte Webhooks (X-AirDeck-Signature, HMAC-SHA256), Telegram-Alarme (OFF AIR, Stille, Encoder-/Stream-Fehler) und Now Playing als Text- und JSON-Datei, zum Beispiel für OBS oder die Website.

Updates

Unter „Updates“ siehst du die installierte und die neueste Version. Das Windows-Programm installiert Updates per Klick und startet danach neu. Die Android-App lädt die neue APK über den verbundenen AirDeck. Bei privatem Repository ist ein Lese-Token nötig.

Android-App

  1. Im Studio am PC: Android-App → „Im Netzwerk erreichbar“ einschalten und AirDeck einmal neu starten. Windows fragt dann einmalig nach der Firewall-Freigabe, bitte zulassen.
  2. Den angezeigten Download-Link (http://<PC-Adresse>:8750/download/AirDeck-Android.apk) im Browser des Handys öffnen. Das Handy muss im selben WLAN sein. Beim ersten Mal „Unbekannte Apps installieren“ erlauben.
  3. Im Studio am PC: Android-App → „Gerät koppeln“. AirDeck zeigt einen Kopplungscode (6 Ziffern, 5 Minuten gültig, einmalig) und die Adresse des PCs.
  4. In der App bei „Mit AirDeck verbinden“ die Adresse (z. B. 192.168.1.20, der Port 8750 wird ergänzt) und den Code eingeben. Ein Benutzerkonto ist nicht nötig.
  5. Klappt es nicht, zeigt die App Schritt für Schritt, woran es liegt (Adresse, erreichbar, AirDeck erkannt, Version, Anmeldung, Rechte), und sagt, was zu tun ist. Beispiel: localhost auf dem Handy ist das Handy selbst.
Die offizielle, signierte APK entsteht, sobald im GitHub-Repository der Signaturschlüssel hinterlegt ist (Secrets ANDROID_KEYSTORE_B64, ANDROID_KEYSTORE_PASSWORD, ANDROID_KEY_ALIAS, ANDROID_KEY_PASSWORD). Ohne Schlüssel entsteht eine Test-APK. Wechselst du von der Test- zur offiziellen APK, musst du die App einmal neu installieren.

Die App bietet das komplette Studio mit Touch-Bedienung und MIC LIVE als Live-Quelle (Priorität 3).

Geräte verwalten: Unter „Android-App → Gekoppelte Geräte verwalten“ siehst du jedes Gerät mit Rechten und „zuletzt gesehen“ und kannst es einzeln widerrufen. Mehrere Server: Die App merkt sich jeden verbundenen Server. Wechseln geht über „Server wechseln“ im Menü.

Handy-Sender (ohne Server)

Beim ersten Start fragt die App, wie du senden willst. Der Handy-Sender schickt Mikrofon und Musik vom Handy direkt an laut.fm oder Icecast, ganz ohne PC. Die Sendung läuft als eigener Dienst weiter, auch bei ausgeschaltetem Bildschirm. Die Benachrichtigung „AirDeck sendet live“ hat einen Knopf zum Beenden.

  1. Unter „Sender-Zugang“ Server, Port, Mountpoint, Benutzer und Passwort eintragen. Bei laut.fm stehen die Daten im Radioadmin unter „Live“. Das Passwort bleibt nur in der App.
  2. „Live gehen“ antippen. Beim ersten Mal fragt Android nach dem Mikrofon.
  3. „🎙 Mikro“ schaltet das Mikrofon auf Sendung, die Musik wird dabei leiser (einstellbar unter „Pegel“).
  4. „+ Titel“ fügt Musik vom Handy hinzu (MP3, AAC, FLAC, OGG, WAV). ▶ startet einen Titel, danach läuft auf Wunsch der nächste.
  5. „Mithören“ nur mit Kopfhörer einschalten, sonst gibt es mit offenem Mikrofon eine Rückkopplung.

Bricht die Verbindung ab (Funkloch), verbindet sich die App von selbst neu. Ist das Netz zu langsam, verwirft sie lieber ein paar Daten, als immer weiter zu verzögern. Die App zeigt das an. Über „Mit AirDeck-Server verbinden“ bzw. „Handy-Sender“ im Menü wechselst du zwischen beiden Betriebsarten.

Rezepte

1 · Eigener Webradio-Stream rund um die Uhr

  1. Musik, Jingles und Station IDs laden.
  2. Sendeuhr prüfen.
  3. Icecast-Ausgang anlegen.
  4. Server-Automation starten (Autostart bleibt an).
  5. Notfall-Ordner setzen.

2 · Live-Sendung auf einem laut.fm-Sender

  1. laut.fm verbinden.
  2. Ausgang → Typ „laut.fm“.
  3. Automation läuft als Grundlage.
  4. Zur Sendung MIC LIVE oder BUTT auf die Live-Quelle.
  5. Nach der Sendung übernimmt die Automation.

3 · Moderierter Sender ohne Moderator

  1. KI-Anbieter anlegen.
  2. Director: Moderation alle 3 Titel, Persona, Wetter-Quelle.
  3. Optional Nachrichten zur vollen Stunde aus einem RSS-Feed.
  4. Freigabe anfangs einschalten, später aus.

4 · Replays

  1. Aufnahmeplan für die Sendung anlegen.
  2. Mitschnitt herunterladen und wieder in die Bibliothek hochladen (Ordner „Replays“).
  3. Per Programmplan wiederholen.

Tastenkürzel

F1–F4Deck A–D Play/Pause
Alt+1…6Dashboard, Sendeplan, Recorder, laut.fm, KI, Nextcloud
Enter/Leertaste auf einem CartCart abfeuern
Doppelklick in der BibliothekTitel in die Queue

Fehlerbehebung

ProblemLösung
Kein Ton beim MithörenLäuft eine Quelle (ON AIR)? Unter „Audio & Geräte“ das Gerät prüfen. Einmal auf den Kopfhörer-Knopf klicken, weil Browser Ton erst nach einer Aktion erlauben.
laut.fm: „Token ungültig“Token neu holen. Callback/Origin muss zur callback_url des Tokens passen.
Ausgang „error“Host, Port, Mount und Passwort prüfen. Bei laut.fm den Ausgang neu über „laut.fm“ anlegen.
Automation startet nichtffmpeg fehlt (nur Server-Installation): installieren oder AIRDECK_FFMPEG setzen.
KI moderiert nichtProtokoll im Bereich KI ansehen. Häufig fehlt ein Key, das Budget ist erreicht oder das Modell passt nicht.

Haftungsausschluss & Mitmachen

AirDeck ist ein privates Hobbyprojekt und wird ohne Gewähr bereitgestellt. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung. Für Sendeausfälle, Datenverlust, Kosten bei Drittanbietern (z. B. KI) und für gesendete Inhalte und Musikrechte wird keine Haftung übernommen, soweit gesetzlich zulässig. laut.fm, Nextcloud und die KI-Anbieter sind unabhängige Dienste. Den vollständigen Text findest du in HAFTUNGSAUSSCHLUSS.md im Programmordner bzw. Repository.

Webentwickler dürfen eigene Features einbauen. Einstieg: CONTRIBUTING.md mit Aufbau, Regeln und Andockpunkten (REST-API, Live-Ereignisse, Webhooks, Studio-Module).